Korfu Gesichte

Korfu Gesichte


Hotel Corfu Secret - Korfu Gesichte 1

Der geschichtliche Verlauf Kerkyras ist unmittelbar mit seiner geographischen Lage verknüpft:

es bildet einen Kreuzweg zwischen Ost und West und war deshalb das Ziel zahlreicher Eroberer. Wie aus den Funden in der Höhle Grava bei Gardiki im Südwesten hervorgeht, war Kerkyra schon in der Altsteinzeit (30000-7000 v. Chr.) besiedelt. Diese ältesten Einwohner müssen von der gegenüberliegenden epirotischen Küste hierher gekommen sein, mit der Kerkyra damals offensichtlich noch verbunden war. Überreste der frühesten Altsteinzeit und der mittleren Steinzeit wurden im Gebiet von Paläokastritsa gefunden, und jungsteinzeitliche Siedlungen kamen an verschiedenen Stellen zutage, die bedeutendste bei Sidari an der Nordküste (6000-2600 v. Chr.).


Das Neolithikum und die unmittelbar anschließende Bronzezeit (3000-1100 v. Chr.) weisen viele kulturelle Ähnlichkeiten mit Apulien und Unteritalien auf, aber nur wenige Gemeinsamkeiten mit dem griechischen Festland; auch daß gewisse Beziehungen zu verschiedenen Balkangebieten bestanden, geht aus den Funden hervor. Obwohl Homer in seiner Odyssee den Palast des Alkinoos und das Volk der Phaiaken eingehend beschreibt und sich dabei, wie angenommen wird, auf die mykenische Zeit (2. Jh. v. Chr.) bezieht, wurden bisher nur spärliche Zeugnisse dieser Epoche festgestellt (Ermones, Kefali, Afionas). Die ersten griechischen Besiedler Kerkyras, von denen wir mit Sicherheit wissen, waren euböische Kolonisten aus der Stadt Eretria, die sich 760-750 v. Chr. hier niederließen. Während der großen griechischen Kolonisation im 8. Jh. v. Chr. spielten die Eretrier eine besonders bedeutende Rolle: mit der Gründung einer Reihe von Niederlassungen behaupteten sie sich im Konkurrenzkampf gegen Chalkis, die zweite mächtige Stadt Euböas.


Dann folgten sie : 1) Römerherrschaft (229 V. Chr. – 395 n. Chr.), 2) Byzantinische Epoche (395 – 1267 n.Chr.), 3) Die Anjou (1267-1386), 4)Zweite Venezianerherrschaft (1386 – 1797), 5)Erste Französische Besatzung (1797 – 1799), 6) Russisch – Türkische Besatzung und Republik der sieben Inseln (1799 – 1807), 7) Zweite Französische Besatzung (1807 – 1814), 8) Britisches Protektorat (1816 – 1864). Vereiningung mit Griechenland (1864): Am 21. Mai 1864 wurden die Ionischen Inseln nach langjährigen Bemühungen mit dem inzwischen entstandenen griechischen Staat vereinigt.

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Für dieses Zugeständnis Großbritanniens mußten aber auch politische Gegenleistungen erbracht werden: auf Betreiben Großbritanniens wurde der ihm genehme dänische Prinz zum König Georg I. von Griechenland gewählt. Nach der Unterzeichnung des Vereinigungs-Vertrages mußten die Ionischen Inseln ihre Festungen schleifen, und die Inseln Kerkyra und Paxi wurden zu neutralen Gebieten erklärt. Trotzdem wurde die Neutralität Korfus wiederholt verletzt. Im Ersten Weltkrieg landeten die Mächte der Entente serbische und französische Streitkräfte auf der Insel, und 1916 wurde die serbische Regierung hierhin verlegt.


Ein Jahr später unterzeichneten Serbien und Südslawien hier die berühmte "Deklaration von Korfu", die die Grundlagen für den südslawischen Staat aus Serben, Kroaten und Slowenen legte. Zum zweitenmal wurde die Neutralität Kerkyras 1923 verletzt; Unter dem Vorwand, daß Griechenland für die Ermordung des italienischen Generals Tellini verantwortlich sei, bombardierten und besetzten die Italiener die Insel. Auch im Anfang des Zweiten Weltkrieges wurde Kerkyra von den Italienern bombardiert und 1943 nach besonders katastrophalen Bombenangriffen von den Deutschen besetzt und erst am Ende des Krieges 1945 befreit.